Fluorn-Winzeln

Im Norden des Landkreises Rottweil gelegen, gliedert sich die Gemeinde in die Teilorte Fluorn (Ersterwähnung 1099) und Winzeln  (Ersterwähnung 1278).

Der Landesentwicklungsplan weist sie dem Ländlichen Raum im engeren Sinn zu. Das 24,59 qkm große Gebiet erstreckt sich über die Muschelkalk-Hochfläche des Oberen Gäus. Hauptgewässer ist der reliefbildende Heimbach, der das Areal in südnördlicher Richtung durchfließt und zur Glatt entwässert. Ihm läuft von Osten der Staffelbach zu. Der Heimbach beschreibt nahe der Pochenmühle an der Grenze gegen Alpirsbach auf rd. 605 m NN das Höhenminimum; den höchsten Punkt erreicht das Gelände im Westen auf der Kuppe Fronholz auf rd. 690 m NN. Bereits 1953 wurden ca. 30 ha des Heimbach- und des Staffelbachtals unter Naturschutz gestellt. In der Nachkriegszeit wuchsen die Siedlungen Fluorns von Norden und Winzelns von Süden aufeinander zu. Das altwürttembergische Fluorn wechselte 1810 vom Oberamt Sulz zum neu eingerichteten Oberamt Oberndorf. Dagegen wurde das zur Reichsstadt Rottweil gehörige Winzeln erst mit der Säkularisation 1802/03 württembergisch und kam zunächst zum Landoberamt Rottweil. Am 18. März 1806 wurde es dem Oberamt Rottweil, vier Jahre später dem Oberamt Oberndorf zugeteilt. Erst nach der Auflösung der Oberndorfer Bezirks zum 1. Oktober 1938 gelangten Fluorn und Winzeln zum Landkreis Rottweil. Am 1. November 1972 schlossen sich beide Orte zur neuen Gemeinde Fluorn-Winzeln zusammen.